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Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz
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Frau schaut durch ein Bücherregal. Copyright: Royalty-Free / Corbis
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Wissenschaftliche/r Bibliothekar/in

Die Ausbildung zum/zur wissenschaftlichen Bibliothekar/in des Höheren Bibliotheksdienstes erfolgt in Deutschland postgradual, d.h. im Anschluss an ein Universitätsstudium. Je nach Bundesland wird sie als Bibliotheksreferendariat, als Volontariat (Thüringen), als Zusatzstudiengang oder in Form eines Fernstudiums angeboten.

Die Zusatzstudiengänge und das Fernstudium vermitteln den Abschluss "Master of Arts - Library and Information Science". Praxiserfahrungen, z.B. in Form von Praxissemestern, werden in allen Studiengängen erwartet (mind. 6 Monate).

Praxissemesterangebot des Landesbibliothekszentrums

  • Rheinische Landesbibliothek Koblenz
  • Pfälzische Landesbibliothek Speyer

Weitere Informationen zum Berufsbild

  • ULB Münster
  • Eric W. Steinhauer: "Die Ausbildung der wissenschaftlichen Bibliothekare und das Laufbahnrecht". Erschienen in: Bibliotheksdienst 39 (2005) 5, S. 654-673.  (Artikel im Volltext, pdf)
  • VDB (Verein Deutscher Bibliothekare)

Ausbildung im Höheren Dienst an wissenschaftlichen Bibliotheken (Bibliotheksreferendar/in)

In Rheinland-Pfalz stehen jährlich 1-2 Stellen für den Vorbereitungsdienst (Referendariat) zur Verfügung. Sie werden fachbezogen im Staatsanzeiger des Landes Rheinland-Pfalz und im Amtsblatt des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur ausgeschrieben: Dies erfolgt gewöhnlich im 1. Quartal eines Jahres, Einstellungen erfolgen zum 1. Oktober eines Jahres.

Die Ausbildung gliedert sich in ein praktisches Jahr an einer rheinland-pfälzischen Ausbildungsbibliothek und ein Jahr an der Bayerischen Bibliotheksschule in München mit abschließender Laufbahnprüfung. Mögliche Ausbildungsbibliotheken sind:

die Universitätsbibliotheken in

  • Kaiserslautern,
  • Mainz und
  • Trier

und im Landesbibliothekszentrum in der:

  • Rheinischen Landesbibliothek in Koblenz und der
  • Pfälzischen Landesbibliothek in Speyer

Bewerbungsbedingungen

Die Bewerber/innen müssen

  • die gesetzlichen Voraussetzungen für die Berufung in das Beamtenverhältnis erfüllen.
  • ein Studium an einer wissenschaftlichen Hochschule mit einer ersten Staatsprüfung oder - soweit üblich - mit einer entsprechenden Hochschulprüfung abgeschlossen haben und promoviert sein. Im Einzelfall kann von dem Erfordernis einer Promotion abgesehen werden.
  • geistig, charakterlich und körperlich für den Beruf des höheren Bibliotheksdienstes geeignet sein und Aufgeschlossenheit für moderne Arbeitsmethoden mitbringen.

Im Hinblick auf das Landesgleichstellungsgesetz strebt das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur eine Erhöhung des Frauenanteils im wissenschaftlichen Bibliotheksdienst an und ist daher an Bewerbungen von Frauen besonders interessiert.

Schwerbehinderte werden bei entsprechender Eignung bevorzugt.

Der Bewerbung sind folgende Unterlagen beizufügen:

  • Lebenslauf
  • in amtlich beglaubigter Kopie:
    • das Reifezeugnis oder ein anderes Zeugnis über die Berechtigung zum Hochschulstudium
    • das Zeugnis über die bestandene Staatsprüfung oder eine vergleichbare Hochschulprüfung
    • gegebenenfalls die Promotionsurkunde
  • Zeugnisse früherer Tätigkeiten und gegebenenfalls ein Verzeichnis der wissenschaftlichen Veröffentlichungen.

Nähere Auskünfte erteilt die Geschäftsstelle zur Durchführung der Landesverordnungen über die Ausbildung und Prüfung für den Bibliothekarischen Dienst in Rheinland-Pfalz, Frau Dr. Barbara Koelges (Telefonnummer 0261 91500 474, E-Mail: koelges@lbz-rlp.de).

Es ist nicht sinnvoll, Bewerbungen vor der Festlegung der Fachbindung der Ausbildungsstelle einzureichen. Aktuelle Ausschreibungen finden Sie auf der Homepage des Landesbibliothekszentrums.

Rechtsgrundlage ist die Landesverordnung über die Ausbildung und Prüfung für den höheren Bibliotheksdienst an wissenschaftlichen Bibliotheken vom 21.Oktober 1968.

 

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