Eine eigene Ausstellung für Johann Georg August Wirth im LBZ/Bibliotheca Bipontina: „Kämpfer für Freiheit und Demokratie“
Am Donnerstag, dem 26.5.2011 um 19.30 Uhr ist es soweit: In Zweibrücken, der Stadt, die im Vormärz und damit für die Demokratiebewegung des 19.Jahrhunderts allgemein eine zentrale Rolle spielt, wird Johann Georg August Wirth (1798-1848) in einer eigenen Ausstellung gewürdigt. Vom 26.5. bis zum 29.7.2011 sind wichtige Dokumente von und über den Publizisten, Juristen und Vormärzpolitiker Wirth im LBZ/Bibliotheca Bipontina zu sehen. Dass diese bedeutende Ausstellung, die von der Pfälzische Landesbibliothek Speyer konzipiert wurde, auch in Zweibrücken gezeigt wird, ist ein Resultat der engen Zusammenarbeit der einzelnen Standorte des Landesbibliothekszentrums Rheinland-Pfalz.
Das Landesbibliothekszentrum verfügt in Speyer über einen bundesweit einzigartigen Bestand zur Vormärzzeit, zum Hambacher Fest von 1832 und zur deutschen Revolution von 1848/49. Darunter sind 67 Briefe von Johann Georg August Wirth und sogar auch sein persönliches Exemplar der vom ihm herausgegebenen Zeitung „Deutsche Tribüne“, die 2009 mit Förderung der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur zur Bestandserweiterung erworben werden konnten. Dies nahm das LBZ/ Pfälzische Landesbibliothek zum Anlass, eine eigene Ausstellung über einen der wichtigsten Akteure der Demokratiebewegung 1832 zu konzipieren.
Wirth wurde 1798 in Hof geboren, er war Jurist, Publizist, Politiker und Historiker. Seit 1831 gab Wirth mehrere Zeitungen heraus, in denen er für politische, wirtschaftliche und soziale Reformen warb und bekam damit massive Schwierigkeiten mit der altbayerischen Obrigkeit. Dies war Anlass für ihn, im Herbst 1831 in die wesentlich liberalere Rheinpfalz zu übersiedeln. Als Hauptredner des Hambacher Festes im Mai 1832 wurde er bis 1836 inhaftiert. Sein Sohn Maximilian, Schüler des Zweibrücker humanistischen Gymnasiums, schildert die Gefangenschaft des Vaters in seinen Lebenserinnerungen sehr genau. - Johann Georg August Wirth ging später nach Frankreich und in die Schweiz ins Exil. Für seine Bedeutung im Kontext der deutschen Demokratiebewegung spricht, dass er kurz vor seinem Tod, 1848, zum Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung gewählt wurde.
Schwerpunkt der aktuellen Ausstellung ist die pfälzische Zeit des berühmten Juristen, die mit Exponaten aus dem LBZ/Pfälzische Landesbibliothek und dem Landesarchiv in Speyer ein facettenreiches Bild seines Lebens und Wirkens gibt.
Zur Ausstellungseröffnung sprechen Dr. Helmut Frühauf, der Leiter des Landesbibliothekszentrums, Oberbürgermeister Prof. Dr. Helmut Reichling für die Siebenpfeiffer-Stiftung und der Verleger Dr. Christof Müller-Wirth, ein Nachfahre des Demokraten. Dr. Armin Schlechter führt als Kurator in die Ausstellung ein.
Begleitend zur Ausstellung ist ein reich bebilderter Ausstellungskatalog erschienen.
(Öffnungszeiten des LBZ/Bibliotheca Bipontina: Mo-Fr: 8-13 Uhr; Mo, Mi, Fr: 14 –17 Uhr)
Schnelleinstieg
LBZ-Katalog
Digitale Bibliothek
Bibliothekskatalog RLP
LITexpress
Rheinland-Pfälzische Bibliographie
dilibri
Aktuelles
Wegen einer Mitarbeiterversammlung öffnen die Standorte des Landesbibliothekszentrums am 4. Juni bzw. 13. Juni später... (mehr)
Szenische Lesungen mit Musik auf Schloss Stolzenfels am 9. Juni „Verschließe was du mir bist still in Deinem Herzen“... (mehr)
Fortbildungsangebote der Büchereistellen
Neu erschienen

Zeitschrift
"bibliotheken heute" 1/2013
Informationsblatt
"bibliotheken info-compact" 1/2013



