Kommentiert von Barbara Heller werden Klavier- und Kammermusikwerke zu hören sein. Zum ersten Mal wird in Speyer der Liederzyklus "Nun sind die Kraniche längst im Süden" von Artur Schütt erklingen. Der Eintritt ist frei.
Es spielt das GEDOK-Ensemble Heidelberg: Elisabeth Seidl (Sopran), Lynn Elms (Flöte), Mahasti Kamdar (Violine), Dorothea von Albrecht und Elina Feiertag (beide Violoncello), Manuela Weiss (Klavier).
Anlässlich des 70. Geburtstags von Barbara Heller will unser diesjähriges Bibliothekskonzert einen Einblick geben in die Arbeitsweise der Komponistin, die sich von der Natur und von den Menschen und Dingen in ihrer Umgebung inspirieren lässt.
Zur Vita von Barbara Heller:
Barbara Heller wurde am 6. November 1936 in Ludwigshafen geboren. Schon früh zeigte sie Interesse an musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten. Während ihres Klavierunterrichts bei Helmut Vogel entstanden bereits erste Kompositionen für Klavier.
An den Musikhochschulen in Mannheim und München studierte sie neben dem Hauptfach Klavier auch Gesang, Flöte, Viola und Komposition.
1957 schloss sie ihre Ausbildung mit dem Staatsexamen als Privatmusiklehrerin ab. Von 1958 bis 1962 war sie selbst mit einem Lehrauftrag für Klavier an der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater in Mannheim betraut und entfaltete daneben eine rege Konzerttätigkeit.
Aufgrund ihrer Kompositionsstudien bei Hans Vogt in Mannheim und Harald Genzmer in München erhielt sie ein Stipendium für Filmmusik in Siena sowie mehrere Stipendien der "Internationalen Ferienkurse für Neue Musik" in Darmstadt.
Seit 1963 lebt und arbeitet Barbara Heller in Darmstadt als freiberufliche Komponistin und Pianistin. Von 1986 bis 1993 war sie dort als Vorstandsmitglied des "Instituts für Neue Musik und Musikerziehung" tätig.
Daneben war sie maßgeblich am Aufbau des "Internationalen Arbeitskreises 'Frau und Musik'" beteiligt und engagierte sich in zahlreichen Konzerten, Vorträgen und Noteneditionen für die Werke von Komponistinnen. Als Pianistin und Herausgeberin setzte sie sich besonders für die Werke von Fanny Hensel, der Schwester von Felix Mendelssohn Bartholdys, ein.
Seit den 1980er Jahren konzentriert sich Barbara Heller vorrangig auf das eigene Komponieren. Neben Klaviermusik, Kammermusik und Liedern entstanden Filmmusiken, Tonbandkompositionen und Klanginstallationen, die Umweltgeräusche mt einbinden. Sie liebt das Experimentieren mit Klängen und Klangfarben und den Austausch mit anderen Künsten, besonders der bildenden Kunst. Auch die Zusammenarbeit mit den Interpretinnen ihrer Werke, deren improvisatorische Fantasie und Gestaltungswillen sie besonders mit ihren graphischen Notationen anspricht, ist ihr wichtig.
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