Im Rahmen der Aktionen "Deutschland liest" und "Bibliothekstage Rheinland-Pfalz" erwartet die Besucher des Landesbibliothekszentrums in Speyer am 25. und 27. Oktober ein vielfältiges Programm: ein Bibliothekskonzert, zwei Ausstellungseröffnungen sowie eine Autorenlesung.
Am Samstag, dem 25. Oktober 2008 stehen ab 19 Uhr Wein und Rhein im Zentrum des diesjährigen Bibliothekskonzerts, aber auch andere Weinbauregionen werden mit ihrer Kultur präsentiert. Das Ensemble Salonissimo! und Gesangssolist Danilo Tepsa gestalten den Abend. Neben bekannten Melodien und Liedern von Johann Strauß, Johann Schrammel, Gerhard Winkler steht beispielsweise eine Uraufführung des in Landau lebenden Komponisten Horst Müller mit dem Titel "Jedes Jahr gibt's einen neuen Wein" auf dem Programm. In der Pause werden zwei Ausstellungen zu den Themen "Wein" und "Buchkunst" eröffnet.
Der Eintritt ist dank freundlicher Unterstützung der Firma SCHULZ SPEYER Bibliothekstechnik AG frei.
Zu den Ausstellungseröffnungen am selben Abend:
Unter dem Titel "Wein in alten und neuen Drucken" präsentiert die Pfälzische Landesbibliothek eine unterhaltsame Medienauswahl aus ihrem Sammelschwerpunkt "Wein". "Papier lesen" können Besucher beim Betrachten der Papierskulpturen von Angela Glajcar, die in Speyer keine Unbekannte ist; 2002 präsentierte sie erste Papiercollagen im Rahmen ihrer Holzskulptur-Ausstellung "Korrespondenz im Raum". Seither hat sie sich stärker mit Papierarbeiten beschäftigt und bereits mehrere Preise dafür bekommen (z.B. den Emy-Roeder-Preis 2005, Phönix-Kunstpreis 2006). Beide Ausstellungen sind vom 27. Oktober bis 15. November 2008 in den Räumlichkeiten der Landesbibliothek zu sehen.
Am Montag, dem 27. Oktober 2008 liest Meinrad Braun ab 19.30 Uhr aus seiner Erzählung "Die künstliche Demoiselle". Giacomo Casanova verliebt sich auf der Reise nach Petersburg im Jahre 1764 in eine schöne Unbekannte. Zu seiner Überraschung hält sich die schöne Xenia nicht für ein menschliches Wesen. Sie glaubt, ein Automat zu sein, gesteuert von ihrem Begleiter, dem Arzt und Alchemisten de Ravenstein, der im Kampf um ihre Gunst wissenschaftliches Kalkül gegen das Abenteurertum Casanovas setzt.
Die Erzählung führt ins Spiegelkabinett des Rokoko, in Casanovas Welt der Inszenierung und Verschwendung. Sie ist - ein Spiegel in einem Spiegel - auch eine Absage des alt gewordenen Libertins an die angebrochene bürgerliche Epoche der Nützlichkeit. Das Landesbibliothekszentrum veranstaltet die Lesung in Zusammenarbeit mit der "Initiative Buchkultur" aus Ludwigshafen.
Die Lesung wird musikalisch von Regina Kaufmann (Querflöte) umrahmt.
Der Eintritt ist frei.
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